Kulinarische Qualität für menschliche Hilfe
Im Rahmen der Aktion der Katholischen Frauenbewegung bereiteten zahlreiche Köchinnen selbstgemachte Suppen in den Pfarren Enzersfeld und Klein-Engersdorf zu und gaben sie für eine Spende aus: in Klein-Engersdorf in Gläsern und in Enzersfeld im Pfarrcafé nach der Hl. Messe. Die Idee dahinter ist der “Familienfasttag”, dass an einem Tag im Jahr Familien ein einfachers Essen genießen und das ersparte Geld für Frauen in armen Ländern spenden.
Gedanken aus der Predigt zum 3. Fastensonntag
Das Evangelium nach Johannes kennt ein ausführliches Gespräch Jesu mit einer Samaritanerin. Es ist in doppelter Hinsicht bemerkenswert: Er überschreitet die Gewohnheit der Rabbiner und spricht mit einer Frau. Er unterhält sich mit einer Bewohnerin Samariens, das die Juden mieden. Noch dazu führte die Samaritanerin kein vorbildliches Leben. Aber in ihr ist eine Sehnsucht nach der Wahrheit zu spüren.
Die Samaritaner waren eine Mischbevölkerung aus Jahwegläubigen und Heiden. Die Assyrer hatten den Norden Israels im 8. Jh. erobert, zu dem Samarien gehörte. Dort war der Baalskult verbreitet und einige beachteten weiterhin das Gesetz des Mose. Es war eine Mischung von Religionen.
Die Juden hielten sich deshalb auf Distanz zu den Samaritanern. Man vermied jede Begegnung. Manche waren von Hass und Feinschaft dem anderen gegenüber erfüllt.
Jesus begenete den Samaritanern mit Freundlichkeit. Der Held in einem seiner berühmtesten Gleichnisse ist ein Samariter, ein barmherziger, großzügiger Helfer in der Not. Er sandte die Jünger auch nach Samarien. Einer von ihnen, Philippus, predigte dort erfolgreich.
Offenbar erkannte Jesus diese innere, ungeheuchelte Sehnsucht der Samaritanerin. Man hat den Eindruck, sie spricht mit Ihm wie ein Kind, unschuldig, neugierig, ohne Vorbehalte. Was sie von Ihm erfährt, erfüllt die Samaritanerin mit derart großer Freude, dass sie gleich in ihr Dorf läuft. Sie scheut sich nicht, Menschen zu Jesus einzuladen. Erstaunlich ist, dass die Dorfbewohner ihr glauben und zu Jesus gehen. Sie hören Ihm zu, bitten Ihn zu bleiben, erweisen Ihm Gastfreundschaft. Das ist Jesus bei den Juden nicht immer widerfahren. Schließlich überzeugt sie Jesus und sie erkennen Ihn als Christus, als Gesalbten Gottes und erwarteten Erlöster der Menschen, nicht mehr nur aufgrund des Zeugnisses der Frau, sondern weil sie Ihn selbst gesehen haben.
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