"Sein Leben war das eines Menschen."
Die Passion Christi gehört zu den beeindruckensten Momenten des Palmsonntags, wenn sie in verteilten Rollen gelesen wird. In einem Dreijahreszyklus wechseln sich die Berichte der Evangelisten Matthäus, Markus und Johannes ab. 2026 ist das Lesejahr des Matthäus, der in seinem Evangelium besonders Gläubige mit jüdischen Wurzeln angesprochen hat. Immer wieder erkennt man im Text Bezüge auf das Alte Testament, die Überlieferung des Volkes Israel. In den Ausgaben der Einheitsübersetzung sind diese Passagen kursiv gedruckt.
Vom Verrat des Judas bis zum Begräbnis Jesu reicht die Erzählung des früheren Zöllners und späteren Apostels Matthäus. Er schildert die Verhöre Jesu vor den Hohenpriestern und Pilatus, der die Unschuld Christi erkannte, ihn aber trotzdem zur Hinrichtung verurteilte. Er beschreibt den Verrat und die Verzweiflung des Judas, aber auch wie Petrus, der Wortführer der Apostel, Jesus aus Angst verleugnete und es bitter bereute.
Matthäus führt uns in seiner Schilderung des Leidens Christi und Seines Todes in die Anschauung der Liebe Gottes, der sich selbst hingibt, um den Menschen zu retten.
"Christus Jesus war Gott gleich,
hielt aber nicht daran fest, Gott gleich zu sein,
sondern er entäußerte sich
und wurde wie ein Sklave
und den Menschen gleich.
Sein Leben war das eines Menschen." (Phil 2,6.7)
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