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17.06.2022

Wenn die Sinne nicht ausreichen ...


Das Fest Fronleichnam vereint jung und alt - noch dazu bei schönem Wetter. Es zeigt noch eine tiefe Wirklichkeit, die von den fünf menschlichen Sinnen nicht erfasst werden kann, aber doch existiert.

Predigt

Wir feiern heute sichtbar, was unsere Sinne nicht begreifen können. Davon spricht der lateinische Hymnus „Tantum ergo“, den wir zum Schluss des Fronleichnamsfestes singen werden: Der Glaube muss ergänzen, wo die Sinne versagen („praestet fides supplementum sensuum defectui“). 

Fronleichnam berührt die grundsätzliche Frage: Gibt es etwas, was unsere Sinne nicht erfassen können? Reichen Hören, Schmecken, Riechen, Tasten, Sehen aus, um die ganze Wirklichkeit zu begreifen? Nehmen wir an, bei einem Menschen würden alle diese Sinne auf einmal ausfallen. Könnte er dann nichts mehr wahrnehmen? Natürlich kann er noch wahrnehmen, weil der Geist des Menschen auch ohne die körperlichen Sinne existiert. Wir wären Roboter aus Fleisch, wenn die fünf Sinne unser Leben ausmachen würden. Aber wer von uns empfindet sich als Maschine? Wir sind doch denkende und fühlende Menschen.

Hier auf dem Altar der Kirche wandelt Gott Brot und Wein. Nach außen hin ändert sich nichts. Unsere fünf Sinne können nichts wahrnehmen. Aber im Wesen werden Brot und Wien zu Leib und Blut Christi. Das begreift nur der gläubige Mensch: Was Gott in Betlehem angenommen hat, als Er Mensch wurde, ist auf dem Altar gegenwärtig. Wer kann es mit seinen Sinnen beweisen? Niemand kann es beweisen. Ist es deshalb weniger real? 

Der hl. Thomas von Aquin überlegte intensiv, wie man dieses Phänomen begreifen könnte. Er wurde beim griechischen Philosophen Aristoteles fündig: Das äußere Erscheinungsbild von Brot und Wein bleibt gleich, die Akzidentien, das, was unseren Sinnen zugänglich ist. Aber das tragende Innere, die Substanz, ändert sich. Das wesentliche Innere der Hostie wird etwas Neues. Denken wir daran, wenn wir die Kommunion empfangen: Es ist einfaches Brot und gleichzeitig Leib Christi.
Amen.

Fotos: Ing. Michael Stehlik (für Klein-Engersdorf), Ing. Leopold Gerlinger (für Enzersfeld)

Filmausschnitt der Prozession in Enzersfeld




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