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26.02.2022

Eine Führung mit dem Dombaumeister im Stephansdom


Abwechslungsreiche Tour durch den Einsatzort des immateriellen UNESCO-Weltkulturerbes "Wiener Dombauhütte"
 
Am 21.2. bekamen Absolventen und Freunde des Schottengymnasiums die Gelegenheit einer abwechslungsreichen Domführung des aus dem Mostviertel stammenden Dombaumeisters DI Wolfgang Zehetner, der unter anderem auf die Bedeutung des immateriellen UNESCO-(Welt-)Kulturerbes "Wiener Dombauhütte" aufmerksam machte. Die Führung fing vor dem Curhaus an und bereits zu Beginn seiner Ausführungen gelang es Herrn Zehetner, uns mit der Breite seines Wissens zu beeindrucken. Der Beginn von Zehetners Führung war vor dem Curhaus - also jenem Bauwerk, in dem unser ehemaliger Altschottenkollege Pater Bonifaz (Reinhard) Tittel OSB  (1947-2018) einmal einen Vortrag über seinen Vater, den Kirchenmusiker Prof. Ernst Tittel (1910-1969), hielt. Auch war der Stephansdom, in den wir uns später begaben, einer derjenigen Orte, in dem unser ehemaliger Altschottenkollege Pater Bonifaz, auch Pfarrer von Breitenlee, wirkte.  

Stephansdom liegt nahe der ehemaligen Bernsteinstraße

Die Lage des Stephansdoms an der ehemaligen Bernsteinstraße wie auch seine geostete und einen Achsenknick aufweisende Ausrichtung bildeten einen Teil des abwechslungsreichen Vortrages von Herrn DI Zehetner ebenso wie die Bedeutung der Mandorla (ital. la mandorla: die Mandel) am Riesentor, wo uns Christus in einem mandelförmigen Rahmen als (Welten-)Richter am Jüngsten Gericht begegnet. 

Ich erinnere mich noch, als ich im Religionsunterricht von meinem Klassenvorstand Pater Bonifaz Tittel OSB unter anderem gelernt habe, was in Kunst und Theologie eine so genannte Mandorla ist, und so konnte ich beispielsweise mit diesem Wissen den Ausführungen von Dombaumeister Zehetner gut folgen. Interessant auch: DI Zehetner ist auch Musiker, kann Cello spielen und seine Mutter war Chorleiterin eines Kirchenchores. Auch kam das Thema "Musik" bei Zehetners Tour etwa in Gestalt von Worten zum Thema "Orgeln im Stephansdom" oder beispielsweise zum Thema "Anton Bruckner und der Stephansdom" vor. Auch fand die symbolische Bedeutung der Giebel des Domes auf unserer Wanderung durch den Dom Erwähnung. 

Bedeutung von Rudolf IV. (1339-1365) für den Stephansdom

Ein Teil der Tour des Dombaumeisters beinhaltete auch die Thematisierung der Bedeutung von Kaiser Rudolf IV. für den Wiener
Stephansdom, unter anderem für dessen Michaelskapelle (St.-Michaelskapelle, Bartholomäuskapelle) - über eine Wendeltreppe gelangten wir von der Orgelempore, deren Bedeutung als ehemalige Herrschaftsempore Zehetner klar ansprach, hinauf in diesen Raum, in dem sich seit relativ kurzer Zeit auch ein paar Original-Glasfenster aus dem Wien Museum befinden. 
 
Auf der erwähnten Orgelempore berichtete uns DI Zehetner auch, dass so genannte Krabben - in Stein gemeisselte Kriechblumen - auf manchen architektonischen Bauteilen - aerodynamischen Windkanal-Messungen zufolge - eine Winddruck-Reduktion bewirken. Zehetners Tour beinhaltete auch Fragen der räumlichen Wirkung und des Lichts und der Temperatur des Gesamtkunstwerkes "Stephansdom", auf dessen Orgelempore wir unter anderem eine Nachbildung des Friedrichsgrabes betrachten konnten.

Bericht und Fotos: Mag. Georg Schilling, Organist in Klein-Engersdorf




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