20.07.2022

Renovierung der Kapelle Flandorf


Juli 2022: In der Kapelle sind die Ziegelgewölbe sichtbar.

Der Zementputz wurde außen abgetragen.

Hl. Barbara. Das "Ausblühen" der feuchten Wand hinter der Statue der Hl. Barbara

Die Schäden an der Statue der Hl. Katharina (besonders Fußbereich)

Hl. Florian: fehlender Helmteil, Sockelbruch

Hl. Nepomuk: Abplatzungen, Russbildung

Cruzifix mit Corpus: schlechter Zustand der Rückenseite, Ausbrüche an Nase und linkem Arm

Herz Mariä: mechnische Schäden, teilweise abgewaschene Fassung

Hl. Josef: mechanische Schäden, lockere Fassung

Die Marktgemeinde Hagenbrunn begann bereits im März 2022 mit der Generalsanierung der Kapelle Flandorf, besonders dringend war der Neuverputz der feuchten Wände, die aufgrund eines aufgebrachten Zementverputzes keine Feuchtigkeit abgeben konnten. Zur Finanzierung der aufwändigen Restaurierung der historisch bedeutsamen Heiligenstatuen und für einen neuen Ambo (Lektorenpult) sucht die Pfarre Klein-Engersdorf Spender. Beim St.-Laurentius-Patrozinium 2021 wurden 804,70 EUR eingenommen und für die Restaurierung reserviert. Nach dem letzten Aufruf im Pfarrbrief sind schon etwa 700 EUR Spenden eingetroffen.

Die Kosten für die Renovierung der Statuen:

Die Sammlung bei der Hl. Messe zum Patrozinium am 15.8.2022 um 10.00 wird ebenso für die Restaurierung bestimmt sein.

Wir bitten um Überweisung der Spenden unter dem Verwendungszweick "Restaurierung Kapelle Flandorf" auf das Konto AT34 3239 5000 0100 1155 lautend auf Pfarrkirche St. Veit.

Geschichte der Kapelle

1770 wurde erstmals eine hölzerne Kapelle in Flandorf erwähnt. Die heutige Kapelle wurde 1844 errichtet. Flandorfer, private Spender (M. Preissl, L. Krottendorfer), Graf O. Traun, das Kaiserhaus und die Klöster Schottenstift und Klosterneuburg beteiligten sich an der Finanzierung.

Als Inventar der Kapelle wurden 1850 ein Bild des Hl. Laurentius, die Statuen der Hl. Barbara und der Hl. Katharina erwähnt.

Nachdem die zwei Glocken im Zweiten Weltkrieg abmontiert worden waren, wurden 1948 zwei neue Glocken geweiht. Die renovierte Kapelle weihte am 30.11.1958 Abt Friedrich Pfennigbauer OCist aus dem Zisterzienserstift Lilienfeld. Er war gebürtiger Flandorfer.

Literatur: Maier, R.: Hagenbrunn. - Hagenbrunn 1983, 156-158

Zuletzt wurde die Kapelle Flandorf 1978/79 auf Kosten der Gemeinde Hagenbrunn restauriert. "Der sehr schadhafte und künstlerisch wertlose Altar soll durch einen freistehenden steinernen Altar mit ebensolcher Sitzbank in der Apsis ersetzt werden. Der Tabernakel kommt auf eine Säule neben dem Altar. Die 4 Statuen (barock: St. Barbara, st. Katharina - schöne Holzschnittarbeit; später: St. Florian, St. Johannes Nepomuk) werden von der Fa. Weidenauer (Horn) renoviert." Die Hl. Messen wurden im Gemeindehaus gefeiert.

Am 17. August 1979 weihte Abt Bonifaz Sellinger OSB aus dem Schottenstift die Kapelle und den Steinaltar.

Literatur: Chronik der Pfarre Klein-Engersdorf, P. Albert Winkler OSB