14.07.2020

Pfarrwallfahrt 2020 nach Vorarlberg


Seilbahnstation Seegrube über Innsbruck

Innsbrucker Dom

Klosterbibliothek Einsiedeln

Fastnachtsfiguren in Lindau

Glockengießerei Grassmayr in Innsbruck

Kloster Gut Aich und Gründer P. Johannes Pausch OSB

Hochaltar Innsbrucker Dom, Marienbild von Lucas Cranach

Innsbrucker Innenstadt

Vom 13.-18. Juli 2020 unternahmen 17 Pilger der Pfarren Enzersfeld und Klein-Engersdorf eine Wallfahrt nach Vorarlberg. Auf dem Weg dorthin besuchten sie einige geistliche, kulturelle und historisch bedeutsame Orte in Österreich und der Schweiz. Einige Eindrücke der Pilgerfahrt: 

Das Benediktinerkloster Gut Aich liegt am Wolfgangsee in Oberösterreich. Es wurde von P. Johannes Pausch OSB vor 28 Jahren gegründet. Die 8 Mönche haben sich auf Klosterheilkunde für Leib und Seele spezialisiert. Ein Mönch, Br. Thomas ist Künstler. Die Mönche beten für den Frieden in Europa. 

Bild: Wolfgangsee

Am Wolfgangsee wirkte der Hl. Bischof Wolfgang im 10. Jh., in St. Gilgen wurde im 18. Jh. W.A. Mozarts Mutter geboren.

Bild: St. Gilgen am Wolfgangsee

Innsbruck war unter Kaiser Maximilian um 1500 Residenzstadt der Habsburger, mitten in Europa. Die Tiroler schützten das Land und wurden deshalb nie Leibeigene. Sie vertrauten auf Gottes Hilfe und bauten prächtige Kirchen sogar in den Dörfern. 

Bild: "Schwarzmanderkirche" - Hofkirche mit leerem Grabmal von Kaiser Maximilian in Innsbruck

Die Glockengießerei Grassmayr ist seit 400 Jahren in Betrieb. Die Gießerei produziert Glocken für die ganze Welt, u. a. China, Deutschland. Die größte schwingende Glocke mit 26 Tonnen wurde 2016 für die neue orthodoxe Kathedrale in Bukarest, Rumänien gegossen. Der Seniorchef Christoph Grassmayr führte uns persönlich durch das Museum und sein Unternehmen in Innsbruck, das er mehrere Jahrzehnte geleitet hatte. Glocken läuten zur Ehre Gottes und laden zum Gebet ein. 

Bild: Kloster Einsiedeln

Mit Schienenersatzverkehr von Innsbruck nach Landeck, mit dem Zug nach Feldkirch und von dort per Loacker-Bus durch Liechtenstein am Zürcher See zum jahrhundertealten Wallfahrtsort Maria Einsiedeln im schweizerischen Kanton Schwyz. Das Benediktinerkloster wurde im 9. Jh. vom Hl. Meinrad gegründet. Er war Einsiedler im tiefen Wald. Zu ihm sind viele um Rat gekommen. Er nahm im Namen Jesu gastfreundlich sogar 2 Räuber auf, die ihm alles stahlen und ihn ermordeten. Aber die beiden Hausraben des Heiligen flogen krächzend über den Räubern zur Stadt, so dass sie überführt werden konnten. An der Stelle der Zelle des Hl. Meinrad steht heute die Statue der Gottesmutter mit dem Jesuskind. Wir besuchten das Kloster am Vorabend ihres Festes und beteten mit den Mönchen die lateinische Vesper. Sie sangen das berühmte sechsstimmige Salve Regina. P.  Cyrill führte uns durch Kirche und Stiftsgymnasium (350 Schüler), wo er Religion unterrichtet. 

Geführt von Dekan Rainer Büchel, dem Pfarrer von Götzis und Altach, erkundeten die Pilger das alte und moderne Bregenz - von der alten Kirche St. Gallus auf der Anhöhe und der Gebhardskirche mit Blick vom Felsen auf den Bodensee bis zur Uferpromenade und der Festspielbühne im Wasser. Die irischen Mönche Gallus und Columban predigten von Jesus und verwurzelten den Gottesglauben im Volk, wo Angst vor Dämonen und Aberglaube herrschten. Der Hl. Bischof Gebhard von Konstanz wurde in der Burg von Bregenz (Brigantium) im 10. Jh.geboren, wirkte hier und beeindruckt bis heute viele durch seine Treue zu Christus. Die Pilger wohnten im Hotel JUFA und bei den Schwestern der Hl. Klara.  Besonders bemerkenswert sind zwei Marienstatuen in Bregenz: die erste Lourdesstatue, die noch die Hl. Bernadette in Auftrag gegeben hatte, und Maria, Sitz der Weisheit, eine Statue, welche Schwestern zum Dank für ihre Hilfe in einer Seuche von den Zisterziensermönchen der Mehrerau erhalten hatten . 

Mit dem Schiff fuhren wir über den regnerischen Bodensee auf die Insel Lindau

Bild: Bootsfahrt über den Bodensee mit Dekan Rainer Büchel

Dort zeigte uns die Pastoralassistentin die beeindruckende Altstadt mit der 1000 Jahre alten Peterskirche, der evangelischen Kirche St. Stephan und der prächtigen Kirche des Frauenstifts. Vor den typisch Lindauer Fastnachtsfiguren ("Faschingsfiguren") gelang ein originelles Gruppenfoto. In der Stiftskirche brachte der Organist die pneumatische Orgel zum Klingen, die nach dem Herunterfallen der Kirchendecke vor 30 Jahren restauriert worden war. Der Abschluss des Tages war ein gemütliches Abendessen mit schwäbischen Maultaschen und steierischen Eierschwammerln in der Alten Post. Zurück nach Bregenz führte in nur 15min die Bahn entlang des Bodensees. 

Bild: Orgel im Münster des Frauenstiftes in Lindau, Bayern

Der Bregenzerwald ist bekannt für seine malerischen Landschaften, schöne Kirchen und Bauernhäuser. Im Schwarzenberger Heimatmuseum begeisterte die junge Führern für die Kunstwerke und die Lebensgeschichte der Malerin Angelika Kaufmann, deren  früher auf 100-Schilling-Scheinen zu sehen war. Ihr Vater hatte sie von Kindauf gefördert. Sie beherrschte 4 Sprachen, arbeitete in London und lange Jahre in Rom, blieb aber immer mit ihrem Heimatdorf Schwarzenberg verbunden. Dort malte sie als junges Mädchen die Apostelbilder und nach Jahrzehnten das Hochaltarbild. 

Im angeschlossenen Heimatmuseum überrascht die Erfindung der Schusterlampe, mit deren Hilfe durch das umgelenkte Licht einer Kerze über wassergefüllte Glaskugeln 5 Leute arbeiten können. 

Dort wird auch die schwarze Glanzjuppe und die schwarzgemiederte und rotgemiederte Bregenzwälder Tracht präsentiert. Vormittags feierten die Pilger die Hl. Messe in Damüls, einer historisch wertvollen Kirche im Walsertal. Sie zeugt vom tiefen Glauben der Bewohner. Die Pilger kehrten aus dem Bregenzerwald voll von Eindrücken und mit schmackhaftem Bergkäse nach Bregenz zurück.  

Orgelspiel in Schwarzenberg (YOUTUBE) erfreute vor dem Hochaltarbild und den Apostelbilder von Angelika Kauffmann.

Bild: Orgel in der Kirchen von Schwarzenberg, Bregenzerwald

Der Abschluss der Pilgerreise war eine Hl. Messe zum Gedenken der Gottesmutter Maria in der Basilika Maria Bildstein hoch über Bregenz. Der Fisch als Symbol für Christus, unseren Erlöser war das Zeichen der Pilger.

 

Bild: Basilika Maria Bildstein

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