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01.07.2015

Stifte, Berge, Kaspressknödel


Die Klassenfahrt der 6A des Schottengymnasiums nach Tirol 26.6.-1.7.2015 mit geistlichem Programm, Aktivitäten in der Natur und Besichtigung von kulturellen Sehenswürdigkeiten (FOTOS).

Fortsetzung aus „Die Wiener und der Burgenländer auf Reisen“

Freitag, 26.6.
Die Schüler der 6A, ihr Klassenvorstand P. Sebastian Hacker OSB und Oliver Peck (MJ 14) versammelten sich am Wiener Westbahnhof. Beim Einsteigen wurden als erstes die Fahrgäste, die sich auf die von uns reservierten Plätze gesetzt haben, "verscheucht". Nachdem auch das Problem mit der Sitzordnung kurzerhand gelöst und unser Zig mit einer halben Stunde Verspätung abgefahren war, konnte unsere Reise beginnen. Kurz vor unserer Ankunft am Innsbrucker Hauptbahnhof erfuhren wir, dass wir die Straßenbahn, welche uns zu unserer Herberge in Mutters bringen sollte, wegen der Verspätung knapp verpasst hatten. Nach einer einstündigen Wartezeit, die wir zum Abendessen nutzten, stiegen wir in die nächste Straßenbahn ein. Die Selbstversorger-Herberge der Jungschar liegt im Dorf Mutters etwas außerhalb von Innsbruck - dort fährt die Straßenbahn durch grüne Wiesen und an grasenden Rindern vorbei. Nachdem wir in der Herberge angekommen waren, gingen alle zu Bett.

Samstag, 27.6.
Nach dem Frühstück stand ein Besuch im Stift Wilten auf dem Programm. Fr. Leopold, Novize des Prämonstratenserklosters, gab uns einen kurzen Überblick über die Geschichte des Stiftes und führte uns durch die wichtigsten Räume. Nach dem Besuch des Stiftes aßen wir im „Bierstindl“ die für Tirol typischen Kaspressknödel. Nach dem Mittagessen gingen wir zum Tiroler Panorama-Museum, in welchem wir einen kleinen Einblick in die militärische Geschichte Tirols, in das Leben des Andreas Hofer und die Kultur und Tradition Tirols erhielten. Das Highlight des Tages war die Skisprungschanze „Bergisel“, bei der wir den Rest des Tages vor unserer Fahrt in die Herberge verbrachten - der einzige regnerische Moment während unserer gemeinsamen Reise.

Sonntag, 28.6.
Wir besuchten erneut das Stift Wilten, diesmal allerdings, um dort die Hl. Messe zu feiern. Nach der Messe nahmen wir die Einladung zum Pfarrcafe gerne an, bevor uns Frau Unterholzner, Tochter des bekannten Glockengießers Grassmayr, durch Innsbruck führte. Dabei sahen wir Wahrzeichen wie das „Goldene Dachl“ und die "Schwarzmanderkirche" mit dem Grabmal Kaiser Maximilians I.. Nach dem Mittagessen wanderten wir von Stans bei Schwaz durch die Wolfsklamm mit Wasserfällen und engen Wanderstegen zur Wallfahrtskirche St. Georgenberg. Sie gehört zum Benediktinerkloster Fiecht. So wie an diesem Tag waren wir die ganze Woche immer mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs.

Montag, 29.6.
Heute fiel einigen das Aufstehen besonders schwer. Grund dafür war die Uhrzeit. Nicht jeder steht gerne um 6 Uhr auf. Was den Schülern in der Früh an Motivation fehlte, wurde jedoch im Nachhinein durch den Spaß wieder wettgemacht: Unser Ziel war Kramsach, der Stützpunkt des Unternehmens "Sport Ossi“, welches Erlebnisse in der Natur organisiert, unter anderem Wasserreiten. Begleitet von zwei sportlichen Führern, durften wir im Neoprenanzug und auf aufgeblasenen LKW-Schläuchen die Brandenberger Ache durch starke und wilde Strömungen entlangschwimmen. Nach dem Wasserreiten ging es nach Wattens, wo sich die „Swarovski Kristallwelt“ befindet. Nachdem wir den ganzen Nachmittag in den glitzernden Ausstellungsräumen und auf dem großen Gelände verbracht hatten, fuhren wir zurück nach Hause. Zuerste wurde dort von den kochenden Schülern der Feueralarm auf seine Funktionsfähigkeit geprüft - er stellte sich als „unfehlbar und unüberhörbar“ heraus. Das selbst zubereitete Abendessen - gebratenes Huhn mit frischen Salaten und selbstgemachtem Eis - schmeckte uns hungrigen Schülern ausgezeichnet, und so neigte sich auch dieser Tag dem Ende zu.

Dienstag, 30.6.
Heute nahmen wir die Hungerburgbahn, um den Alpenzoo zu besuchen, und erklommen mit der Gondel die Nordkette bei strahlendem Sonnenwetter. Nachher besuchten wir die „Glockengießerei Grassmayr“, eine der ältesten Glockengießereien Europas. Wir durften dort sogar Zeugen einer „Glockengeburt“ werden, als der Lehmmantel von einer Glocke abgeschlagen wurde. Die Glocken werden traditionell zur Sterbestunde Christi gegossen und in der Woche darauf von ihrer Hülle befreit. Heute ging es etwas früher nach Hause, da wir die Vorbereitungen für das Lagerfeuer, welches für den Abend geplant war, treffen mussten. Außerdem herrschte große Hitze - einige besuchten das Schwimmbad in Mutters mit wunderbarem Alpenblick. Einer blieb als Feuerwache in der Herberge, die anderen feierten eine kurze Abendmesse in der in unserem Dorf liegenden Kirche. Das Abendessen wurde von den Grillmeistern unserer Klasse zur Zufriedenheit aller professionell zubereitet. Bevor wir ins Bett gingen, packten wir noch unsere Koffer, da wir den morgigen Vormittag vor unserer Abfahrt zum Putzen verwenden mussten.

Mittwoch, 1.7.
Gleich nachdem wir unser Frühstück eingenommen hatten, wurde ein Plan erstellt, wer welche Bereiche der Herberge zu säubern hatte. Nach ein paar Anfangsschwierigkeiten waren wir auch damit relativ schnell fertig. Es mussten nur noch die Koffer fertig gepackt werden und wir waren abfahrbereit. Am Bahnhof warteten wir kurz auf den Railjet-Zug. Nach unserer Ankunft in Wien verabschiedete sich jeder von jedem, voll von Eindrücken einer schönen Tirolfahrt. Das Jahr über war dem Lernen gewidmet, die Tirolfahrt war wie schon die Vorarlbergfahrt in der vierten Klasse ein entspannter Abschluss. 

Bericht: Nicolas Juranek

Fotos: Laura Lintner, Oliver Peck, Stephanie Grimus, Maximilian Morawek

Programm und Programmplanung

 




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