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08.11.2020

Gelobt sei Jesus Christus!


Der improvisierte Altar im Oratorium über der Kirchensakristei Enzersfeld

FFP2-Maske

Aufgrund der strengen Vorgaben der Erzdiözese werden die Plätze in den Kirchen markiert.

Aufgrund des Verdachtes einer COVID-Erkrankung haben sich die Mönche des Schottenstifts auf Anraten ihrer Ärztin in freiwillige Quarantäne begeben. 

Es ist nicht klar, inwiefern P. Sebastian als Kontaktperson gilt. Er hat sich mit der Bezirkshauptmannschaft in Verbindung gesetzt. Gestern wurde ein Schnelltest durchgeführt, P. Sebastian wurde negativ getestet. Er wird in seinen Privaträumen in Enzersfeld bleiben. P. Sebastian ist mit uns im Gebet verbunden.

Die Hl. Messe feierte er am Sonntag ohne Kontakt zu den Gläubigen in Enzersfeld im Oratorium. Sie wurde per Mikrophon in den Kirchenraum übertragen. Die Hl. Messe in Klein-Engersdorf entfiel. Stattdessen wurde eine Sonntagsandacht gebetet: Rosenkranz, Lesungen, Vater unser und Segen.

Wir empfehlen allen Gläubigen, FFP2-Masken ohne Ventil zu tragen. Sie sind nach Auskunft von Ärzten die sichersten. Demnach wird die Ansteckungswahrscheinlichkeit um 99,92% verringert. Man schützt sich selbst und den Nächsten. Wir werden in der Pfarre die Möglichkeit geben, diese Masken vor dem Gottesdienst zu erhalten.

Sonntagspredigt zum Evangelium von den Klugen Jungfrauen Mt 25,1-13:

Wir leben in einer Zeit der Herausforderungen. Was wir noch vor einem Jahr nicht erwartet haben, ist eingetreten. Die Ereignisse in Wien zu Allerseelen und die Pandemie lassen viele Fragen offen angesichts des Leids und der Unsicherheit. Wie können wir als Christen darauf reagieren? Können wir eine Antwort im Evangelium finden?

Christus stellt uns eine menschliche Tugend vor Augen: die Klugheit. Wollt ihr wie die klugen oder die törichten Jungfrauen sein? In der Schottenkirche gibt es über den Seitenaltären lebensgroße Statuen der vier sogenannten menschlichen Tugenden: die kluge Jungfrau mit einer Öllampe, die tapfere Märtyrin mit einer Siegespalme, der gerechte Tobit mit einem Fisch und Johannes der Täufer, der das Maßhalten lehrte. Die kluge Jungfrau sitzt oberhalb des Bildes von der Aufnahme Mariens in den Himmel und blickt auf den Betrachter, der hinaufsieht.

Jesus erzählt das Gleichnis nach dem Tadel für die Pharisäer und vor dem Gleichnis vom anvertrauten Geld. Dann beschreibt er, wie es sein wird, wenn der Menschensohn kommt und die Menschen Rechenschaft für ihr Leben ablegen lässt. Das alles überliefert uns der Evangelist Matthäus vor dem Bericht über das Leiden und die Auferstehung Jesu. Man kann daraus erkennen, wie wichtig diese Stellen sind.

Zurück zum Jungferngleichnis: Sie warten auf den Bräutigam, der sie zur Hochzeit abholen soll. Die einen sorgen für die unvorhergesehene Situation, dass sich der Bräutigam "verspätet". Eigentlich müsste man sagen, dass er dann kommt, wenn sie es nicht erwarten. Diese Brautjungfern kaufen genug Öl für ihre Lampen. Die anderen sind unbekümmert, fahrlässig, weil sie ihre wichtige Aufgabe bei der Hochzeit auf's Spiel setzen. Ohne Öl gehen die Lampen aus, die ihnen den Weg leuchten und die Licht in den Hochzeitssaal bringen sollen.

Der Bräutigam kommt wirklich zu einem unerwarteten Zeitpunkt. Die törichten Jungfrauen versäumen ihn, die klugen nimmt er mit.

Hier geht es nicht darum, ob die klugen mit den törichten das Öl teilen wollen. Im Gegenteil, Christus stellt uns die Frage, ob wir unseren Verstand nützen. Er fragt uns, ob wir klug handeln wollen wie die Jungfrauen gemäß dem, was wir in unserem Leben gelernt und erfahren haben. Der Umgang mit den Lampen braucht Kenntnis und Erfahrung. Die Jungfrauen wissen, wie die Lampen funktionieren, wie sie dem Öl ermöglichen zu brennen und zu leuchten. Sie wissen, können sich ausrechnen, wie lange das Öl brennen wird. 

Es fällt auf, wie ruhig sie in ihren Überlegungen bleiben: "geht lieber zu den Händlern und kauft es euch!" (Mt 25,9)

In einer Zeit der Aufregung, der Nervosität, Unsicherheit kommt dieses Evangelium gerade recht. Die Kirchenväter vergleichen das Öl für die Lampen mit dem Heiligen Geist. Die Lampen sind wir, der Hl. Geist ist die Kraft, die unser Leben erfüllt, zum Leuchten bringt. Die Aufgabe unseres Lebens ist, den Hl. Geist zu erwerben. Durch ein christliches Leben, durch Gebet, Empfang der Sakramente, durch gute Werke können wir den Hl. Geist in unserer Seele bewahren, der uns schon in der Taufe geschenkt wurde. Gott selbst wohnt in uns, "der durch die Macht, die in uns wirkt, unendlich viel mehr tun kann, als wir erbitten oder uns ausdenken können" (Eph 3,20).

Sollen wir verzagen? Sollen wir nervös werden? Oder können wir Christus um den Frieden des Hl. Geistes bitten, der uns erhält und zuversichtlich bleiben lässt? Wir gehen auf ein Ziel zu. Der Bräutigam ist Christus. Ihn erwarten wir. Die Lampen unseres Lebens pflegen wir, um das Öl bitten wir. Und die größte Zuversicht schenkt uns Jesus selbst: "Denn wenn wir glauben, dass Jesus gestorben und auferstanden ist, so wird Gott die Entschlafenen durch Jesus in die Gemeinschaft mit Ihm führen." (1 Thess 4,14)

 




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